Hochtourenlager

Eine Woche ganz viel Schnee, Firn und spaltenarme Gletscher. Das war die Vision, mit der wir hochmotiviert ins erste Hochtourenlager gestartet sind. Wir deckten uns ein mit Pickel, Eisschraube und Steigeisen und wappneten uns mit Kenntnissen in Spaltenrettung und Fixpunktbauten in Eis und Fels. Leider machte uns der Klimawandel einen Strich durch die Rechnung: Die Gletscher waren überwiegend aper, weit zurückgegangen und hatten dabei viel loses Geröll freigelegt. Das erschwerte viele Hochtouren und so blieb es mit dem Allalinhorn bei einer einzigen Eis-Hochtour bis über die 4000er-Marke. Die Halbpension auf der SAC-Hütte, der Sonnenaufgang über den Bergen, beeindruckende Felsstrukturen und weite Ausblicke machten die Tour aber trotzdem zu einem super aufregenden Erlebnis. Die restliche Zeit verbrachten wir auf ausgesetzten Felsgraten am gleitenden Seil, in alpinen Mehrseillängen, mit Eisklettereinheiten, Kaiserschmarrnrunden, Epillier- und Flechtsessions und vielem anderen, das das schöne Wallis und eine Gruppe Chaoten noch so hergibt.

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