Almdudler auf Hüttentour

Zunächst einmal möchten wir darauf hinweisen, dass wir die Anreise in diesem Bericht nicht erwähnen wollen, da es hierbei nur um die besten und schönsten Momente unserer 5-Tägigen Hüttentour durch das Verwall gehen soll, das trifft auf die Anfahrt nicht wirklich zu. Eine der Größten Motivationen oben an der Hütte anzukommen war der Anblick von Laura. Mit ihrer sehr weißen Spezialsonnencreme war sie so blass wie ein Geist (das konnte sie sich noch ein paar Tage lang anhören und die Qualität der Witze darüber war nicht unbedingt die Beste). Aufgrund des nicht sehr spannenden Wanderwegs zur ersten Hütte, der Edmund-Graf-Hütte, beginnen wir am besten bei der Ankunft an dieser. Nach diesem psychisch sehr belastenden und anstrengenden Tag haben wir uns sehr über unser eigenes Zimmer gefreut. Nach dem Abendessen und einigen Runden Wizard machten wir auch schon Bekanntschaft mit den schwer bepackten Wanderern des DLRG, die uns auch die nächsten Tage weiter begleiten sollten.
Am nächsten Tag waren wir relativ früh, ohne gefrühstückt zu haben, schon wieder unterwegs. Die JuLeis hatten schon morgens phänomenale Laune, die Teilnehmer sind gelaufen, wach ist aber etwas anderes. Nach den ersten 300 hm die wir bei denen wir die Führung ständig mit den DLRG-Leuten wechselten, haben wir schließlich an einem kleinen See gefrühstückt. Währenddessen ist die 6-köpfige DLRG-Gruppe laut jodelnd und nackt Baden gegangen – ein toller Anblick beim Frühstück! Nach unserer Ankunft in der Niederelbehütte, bei der uns zum Übernachten das Winterlager zugeteilt wurde, sind wir im anliegenden See noch einmal Baden gegangen. Nach einer Weile kam noch eine Gruppe junger Männer an den See, die alle von Roxys wagemutigen Durchschwimmen des arschkalten Bergsees beeindruckt waren. Nach einer Runde Yoga und einem leckeren Abendessen gingen wir dann im Winterlager ins Bett.
Am nächsten Morgen ist leider eine der Packungen mit den Haferflocken in Miras Rucksack geplatzt und die Haferflocken waren überall, nur nicht mehr im Beutel. Auf dem Weg zur Darmstädter Hütte blieben wir trotz Nebel perfekt in unserer Zeitplanung. Leider wurden wir später in der Hütte von der richtigen Gaststube in einen Nebenraum verwiesen, vielleicht hatten wir zu laut Grummel gespielt (worin wir richtige Profis wurden). Nach einer weiteren Yoga Einheit bei der wir mal wieder einige komische Blicke und Kommentare – „Ist das gesund?“ – bekommen hatten sind dann zwei der vier Teilnehmer mit den JuLeis noch Bouldern am Fels gegangen, während die anderen zwei Wizard gespielt haben. Während des Abendessens, bei dem es Knödel gab, stellte sich unser Gruppenhobby heraus: das Belauschen fremder Gespräche. Bevor wir zum Schlafen in unser erstes Matratzenlager gegangen sind haben wir noch mit einer anderen Gruppe von jungen Leuten zwei Runden Werwolf gespielt.
Der Weg zur Friedrichshafener Hütte war unsere längste, anspruchsvollste, aber auch schönste Etappe. Nach Kletterstellen, Schneefeldern, Geröllfeldern und einem langen Abstieg in den Nebel, machten wir eine Mittagspause, die jedoch durch zwei hungrige Pferde unterbrochen wurde. Nachdem wir das Essen bis auf den Verlust einer halben Gurke retten konnten, begegneten uns, sehr zu Lauras Freude, schottische Hochlandrinder und eine galoppierende Pferdeherde. Am Abend entwarfen wir bei einer Flasche Almdudler ein eigenes Gruppenlogo und vor dem Einschlafen neben Estrich und Trockenbeton, wurde uns allen auf den bequemen Matratzen noch etwas von Laura vorgelesen.
Am letzten Tag wollten wir noch eine kurze Wanderung zu einem See unternehmen, doch der See war leider im Nebel verschwunden. Nach dem Abstieg nach Valzur konnten wir glücklicherweise ohne Probleme 4 Stunden früher als geplant zurück nach Radolfzell fahren. Im Zug gingen wir wieder unserem Gruppenhobby nach und belauschten ein Gespräch zweier Ehepaare, die sich via Zeichensprache mitteilten, dass wir stanken – hat uns aber nicht wirklich gestört.

Fazit/Best-ofs der Hüttentour

Dinge, bei denen es sich vielleicht doch gelohnt hätte sie mitzunehmen

Dinge, die man auch Zuhause lassen hätte können (Luxusgegenstände)

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